Teil 5 - Praktische Implikationen für Investoren
6. April 2026 · Thomas Bergmann · News & Beiträge
Teil 5: Praktische Implikationen für Investoren 5.1 Allokationsfragen Wie viel sollte in Schwellenländer allokiert werden? Traditionelle Allokationen: - Globale Portfolios: 10-15 % in Schwellenländer - Dies basiert auf Marktkapitalisierung Neue Allokationen (für den Superzyklus): - Wachstumsorientie
5.1 Allokationsfragen
Wie viel sollte in Schwellenländer allokiert werden?
Traditionelle Allokationen:
Globale Portfolios: 10-15 % in Schwellenländer
Dies basiert auf Marktkapitalisierung
Neue Allokationen (für den Superzyklus):
Wachstumsorientierte Portfolios: 20-30 % in Schwellenländer
Dies basiert auf Wachstumspotenzial und Bewertungen
Für aggressive Investoren: 30-40 %
Geografische Diversifikation innerhalb von Schwellenländern
- China: 30-35 % (trotz Herausforderungen, immer noch die größte Wirtschaft)
- Indien: 15-20 % (schnellstes Wachstum)
- Südostasien: 10-15 % (Nearshoring-Profiteur)
- Lateinamerika: 10-15 % (Rohstoffe und Stabilisierung)
- Osteuropa/Russland: 5-10 % (geopolitische Risiken)
- Afrika: 5-10 % (langfristiges Potenzial)
5.2 Sektorale Übergewichtung
Übergewichten:
Finanzen: Profitieren von Wachstum und Zinsen
- **Rohstoffe**: Direkte Profiteure der Energiewende
- **Technologie**: Chinesische und indische Tech-Unternehmen
- **Konsumgüter**: Mittelstandswachstum
Infrastruktur: Investitionen in Energiewende
**Untergewichten:**
- **Staatsanleihen**: Höhere Zinsen in entwickelten Märkten
- **Defensive Sektoren**: Weniger Wachstum
- **Alte Industrien**: Strukturelle Herausforderungen
### 5.3 Währungsrisiken
**Sollte man Währungsrisiken hedgen?**
Argumente für Hedging:
- Reduziert Volatilität
- Schützt vor Abwertungen
Argumente gegen Hedging:
- Schwellenländer-Währungen sollten sich aufwerten
- Hedging kostet Rendite
- Langfristig: Währungen folgen Fundamentals
**Empfehlung**: Für langfristige Investoren: Kein Hedging. Für kurzfristige Trader: Teilweises Hedging.
### 5.4 Risikomanagement
**Volatilität**
- Schwellenländer sind volatiler als entwickelte Märkte
- Erwartete Volatilität: 15-20 % (vs. 10-12 % für entwickelte Märkte)
- Dies ist der Preis für höhere Renditen
**Geopolitische Risiken**
- Handelskriege
- Sanktionen
- Politische Instabilität
- Diese Risiken sind real, aber in den Bewertungen bereits eingepreist
**Währungsrisiken**
- Abwertungen können Renditen reduzieren
- Aber: Langfristig sollten Währungen sich aufwerten
- Diversifikation über mehrere Währungen ist wichtig